photoSchweiz 2026 – Herbststimmung und lokale KI
Die photoSchweiz 2026 im Kongresshaus Zürich war für mich in diesem Jahr eine ganz besondere Erfahrung – gleich aus zwei Gründen. Einerseits durfte ich meine neuen Fotografien ausstellen, andererseits habe ich erstmals einen eigenen Workshop im Rahmen der photoSCHOOL geleitet. Ein kurzer Rückblick.
Die Bilder: Herbst als Stimmung
Zu meiner Ausstellung eingereicht habe ich vier Stillleben, die sich alle um das Thema Herbst drehen – aber nicht im klassischen Sinne. Statt goldener Landschaften und bunter Blätter interessiert mich der Herbst als innere Haltung: ruhig, schattig, nachdenklich.
Typische Motive dieser Jahreszeit – Kastanien, Kürbis, Pilze, Beeren – habe ich mit alten, rostigen Werkzeugen kombiniert. Die Werkzeuge sind dabei mehr als Requisiten. Sie stehen für Erfahrung, für Spuren der Zeit, für den langsamen, aber unaufhaltsamen Verschleiß – an Gegenständen wie an uns selbst.
Die Kuration hat die Arbeiten so kommentiert:
„These images stand out through their confident composition and distinctive visual language. They portray autumn not just as a season, but as a mood, subtle, shadowed, and introspective. By pairing seasonal motifs with aged tools, the work reveals a deeper narrative about time, wear, and the quiet erosion that shapes both nature and the self."
Das hat mich gefreut – denn genau das war die Absicht.
Der Workshop: Deine Daten, Deine Regeln – KI lokal und ohne Abo nutzen
Am Samstag, 7. Februar, habe ich im Rahmen der photoSCHOOL einen zweistündigen Workshop gehalten. Thema: Wie man leistungsstarke KI-Modelle direkt auf der eigenen Hardware betreibt – ohne Cloud-Abo, ohne Datenschutzbedenken, ohne Zensur.
Ausgangspunkt war eine einfache Beobachtung: KI-Tools sind inzwischen aus dem fotografischen Workflow kaum mehr wegzudenken. Aber die Abhängigkeit von großen Anbietern hat ihren Preis – monatliche Kosten, unklare Datenrechte, und Filter, die kreative Freiheit einschränken.
Im Workshop haben wir uns angeschaut, welche lokalen Alternativen es gibt – für Windows, Mac und sogar Mobilgeräte –, wie man die eigene Hardware realistisch einschätzt, und wie man KI für Text und Bild in einen persönlichen Workflow integriert.
Als Nordfriese, Ingenieur und Fotograf liegt mir genau diese Verbindung am Herzen: technisches Verständnis und gestalterischer Anspruch. Die photoSchweiz 2026 war der schöne Beweis, dass beides zusammenpasst.
Bis zum nächsten Jahr – oder vorher auf Instagram.

